Die Spitalkirche in Wilhermsdorf  
         
       
         
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  Die Entstehung Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!  
  Im Jahr 1601 war schon ein Friedhof auf dem Areal angelegt worden.
Gräfin Franziska Barbara von Hohenlohe, der "Gönnerin von Wilhermsdorf", beschloß, für diesen Friedhof und für das ebenfalls auf sie zurückgehende Spital eine Kirche zu bauen.
So erfolgte am 28.02.1718 in ihrem Auftrag die Grundsteinlegung. Die Bauzeit betrug über 9 Jahre. Am 6. Mai 1727 wurde die Spitalkirche eingeweiht.
Die letzte Renovierung erfolgte in den Jahren 1980-1983.
 

  Daten  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!   Das Kirchenschiff ist 17 m lang, 11 m breit und 8 m hoch. Der Chorraum ist sechseckig und wird von einem Kreuzkratgewölbe überspannt. Die Gottesackerkirche, wie sie im Volksmund auch genannt wird, hat etwa 250 Sitzplätze.  
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  Die Ausstattung  
     
  Der Altar  
  Der Altar ist ein Zweisäulenretabel.

Er stammt aus dem Jahre 1728.

Er zeigt Jesus am Kreuz, darunter seine Mutter Maria und den Jünger Johannes.

Oben erkennt man das Zeichen der Dreieinigkeit und Allgegenwart Gottes, der auch am Kreuz über seinen Sohn wacht. Gott ist von seinem himmlischen "Hofstaat" umgeben, den Engeln und "Putten", wie wir sie auch aus der Wilhermsdorfer Hauptkirche kennen.

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  Die Kanzel  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Die Kanzel trägt an Ihrer Unterseite folgende Inschrift:
"Gott und seinem Wort zu Ehren, hat diese Kanzel und Stuhl zieren lassen Susanna Maria Stettern und Johann Ludwig Stetters Hochgräfl. Hohenloh. Schillingsfürstl. Burgvogts Ehegenossin"

Fünf Bilder zieren den Kanzelkorb:
Matthäus mit einem Engel;
Markus mit dem Löwen;
Jesus Christus als Weltenherrscher;
Lukas mit dem Stier;
Johannes mit dem Adler.

 
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  Die Orgel  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Die Orgel ist ein Werk aus der Hand von Rudolf Voit aus Schweinfurt. Sie wurde 1892 aus Sennfeld in Unterfranken erworben.  
     
  Das Totenschild  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Ein Totenschild in Form einer rocaillegerahmten Kartusche erinnert an der Nordseite der Empore an den Nürnberger Bürger Ditmar Hussel mit folgenden Worten:
"Hier ruht in Gott weiland wohlgebohrener Herr Herr Georg Ditmar Hussel der Reichs Freyen Stadt Nürnberg bestverdientgewesener Raths-Consulent ist geboren im Jahr Christi 1748 und verstorben in dem Alter von 31 Jahren zu Wilhermsdorf den 11. Februar 1779".
 
     
  Gräber in der Kirche  
  Der hohenlohische Kammerdirektor Geer wurde als erster in der Kirche beigesetzt, und nach ihm noch weitere hohenlohische Würdenträger, Beamte und Pfarrer der Gemeinde.  

 

  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster! Das Dach  
  Das Dach ziert ein Dachreiter, ein achteckiges Glockentürmchen, in dem sich lange nur eine Glocke befand.  
     
  Die Glocken  
  Im Jahr 1989 wurde ein elektrisches Läutewerk mit 3 Glocken eingerichtet und ein neuer, verzinkter Stahlglockenstuhl montiert.  

 

  Zu der vorhandenen Glocke in der Gottesackerkirche wurde eine zweite dem Turm der Hauptkirche entnommen. Dort befanden sich zwei nicht benutzte Glocken deren Herkunft nicht feststellbar ist.  
     
  Die dritte Glocke wurde von dem Wilhermsdorfer Bürger Herrn Georg Weinländer gestiftet.  
     
  Die ursprüngliche Glocke stammt aus dem Jahr 1728. Sie wiegt 50 kg und trägt die Inschrift.
"Goss mich Christian Victor Herold in Nürnberg Anno 1728".
 
     
  Die Glocke aus der Hauptkirche besitzt keine Inschrift. Sie wurde im 15./16. Jahrhundert von der Familie Glockengießer in Nürnberg gegossen und wiegt 160 kg.  
     
  Die neue Glocke wiegt 80 kg. Sie wurde von Herrn Weinländer gestiftet und trägt die Worte:
"Herr ich habe lieb die Stätte deines Hauses - Ps. 26,8.
Gestiftet im Jahr 1990 von Georg Weinländer".
 
     
  Am 6. Sonntag nach Trinitatis, dem 22. Juli 1990, wurden die Glocken feierlich eingeweiht.  
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  Die Nutzung  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Genutzt wird die Kirche derzeit für Beerdigungsgottesdienste, Sing- und Spielgottesdienste, die Feier der Osternacht und als Winterkirche zwischen Epiphanias, (6. Januar) und Laetare (2 Wochen vor Ostern).

Der frühere Friedhof wurde zu einem "Ehrenhain" umgestaltet, der von der Bevölkerung als Ruheraum genutzt werden kann. Er bietet auch für Gottesdienste im Freien und für Feste in der Gemeinde einen schönen Rahmen.

 

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