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Gemeindeversammlung 2008 |
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| Gemeindeversammlung 2008 | ||
| Am 20. Januar 2008 fand bei sehr guter Beteiligung unsere Gemeindeversammlung statt. Im folgenden werden die Rückschau und der Ausblick abgedruckt: | ||
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Rückschau vom Vertrauensmann |
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Seit der letzten Gemeindeversammlung am 04.02.2007 wurde der Kirchenvorstand von Pfarrer Kleefeld zu 11 ordentlichen und einigen außerplanmäßigen – dringlichen - Sitzungen zusammengerufen. Die Einladungen erfolgten fristgerecht und wir wurden von unserem Vorsitzenden, Herrn Pfarrer Kleefeld, wie schon in den Vorjahren dankenswerterweise mit reichlichem Informationsmaterial versorgt, so daß wir auf einer soliden Grundlage die auftauchenden Fragen diskutieren konnten. Diese Diskussionen im Kirchenvorstand wurden protokolliert von Frau Bünau-Kunz und Frau Breuer, denen ich an dieser Stelle für ihre oft umfangreiche Arbeit sehr herzlich danken möchte. Eine Sitzung hatten wir gemeinsam mit den Kirchenvorständen aus Kirchfarrnbach und Hirschneuses. Sie diente dem besseren Kennenlernen und der Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen „Berg und Tal“. Auf einen Beschluß während dieser Zusammenkunft will ich später noch eingehen. Unsere Treffen finden im Evangelischen Gemeindehaus statt, der überwiegende Teil der behandelten Themen ist öffentlich und wird im Mitteilungsblatt bekannt gegeben. Wir bedauern, daß die Einladung zum öffentlichen Teil der Sitzungen nicht wahrgenommen wird und würden uns sehr über Gäste freuen. Welche spannenden Gespräche und Diskussionen haben Sie also verpaßt? Es ging um Sachen – Menschen – Taten. Zu den Sachen
Die Sachen, an denen die Kirche am sichtbarsten wird, sind unsere
Gebäude. Hier ist nicht sehr viel zu berichten. Es wurden die üblichen
kleineren Arbeiten am Gebäudeunterhalt vorgenommen, neue Sitzkissen und
neue Läufer in der Hauptkirche, in beiden Kirchen wurden Leisten an der
Brüstung der Emporen angebracht. Zu den Menschen
Unseren Dank möchten wir auch für die enorme Spendenbereitschaft in unserer Kirchengemeinde ausdrücken. Im letzten Jahr wurden uns insgesamt 90.305,31 € an Spendengeldern anvertraut, ein erheblicher Teil davon für den Diakonieverein, dessen 100jähriges Jubiläum vielen von Ihnen eine umfangreiche Spende wert war. Nochmals herzlichen Dank dafür! Weniger erfreulich ist, daß im letzten Jahr nur ein Kircheneintritt, aber 13 Austritte zu verzeichnen waren. Pfarrer Kleefeld hat selbstverständlich das Gespräch mit allen gesucht, die unserer Kirche den Rücken gekehrt haben, ihre Beweggründe herauszufinden und klarzustellen, daß der Weg zurück immer möglich ist. Mit fast 30 in Voll- und Teilzeit bei der Kirchengemeinde beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir einer der größeren Arbeitgeber in Wilhermsdorf. Der Stellenplan konnte durch die steigenden Buchungszeiten in den Kindergärten und in der Kinderkrippe sogar noch erweitert werden. Wie viele Arbeitsverträge im letzten Jahr neu ausgestellt, verlängert oder geändert wurden, kann unser Personalchef, Herr Kleefeld, berichten – es sind eine Menge! Kindergärten – Kinderkrippe – Ganztagsbetreuung – Diakoniestation – man kann sagen, daß wir bei der Erfüllung des diakonischen Auftrages der Kirche hier in Wilhermsdorf sehr gut aufgestellt sind. Nicht zuletzt ein Verdienst des Engagements und der Hartnäckigkeit unseres Pfarrers. Einen Personalwechsel gab es in der Ganztagsbetreuung: Frau Kleine gab ihre Tätigkeit im Frühsommer auf und im September begann die Erzieherin Frau Marina Förder die Arbeit. Sie ist in Wilhermsdorf wahrscheinlich unter ihrem Mädchennamen Tanzberger besser bekannt. Wir freuen uns, daß auch in der Ganztagsbetreuung die Nachfrage so gewachsen ist, daß wir aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten keine Kinder mehr aufnehmen können. Ihre Tätigkeit für die Kirchengemeinde beendet haben Renate Dürr und Heidi Weinmann. Beide wurden im Rahmen von Gottesdiensten offiziell verabschiedet. Für ihren langjährigen Einsatz sei auch hier nochmals gedankt. Frau Irmgard Popp und Frau Helga Weißfloch werden unser „Orgel-Team“ verstärken, wir wünschen beiden einen guten Start und viel Freude in ihrem Dienst. Seine Arbeit für die Kirchengemeinde aufgeben wird auch jemand, der nicht will, daß viel Aufhebens um seine Tätigkeit gemacht wird und der lieber ruhig und effizient seine wichtige Funktion ausübt: unser Kirchenpfleger Hans Herrmann.
Unsere neue Pfarramtssekretärin, Frau Marianne Wolf, hat sich in ihr Aufgabenfeld sehr gut eingearbeitet und mit ihrer freundlichen Art ist sie für viele aus der Kirchengemeinde zu einer ersten – hilfreichen- Anlaufstelle im Pfarramt geworden. Doch nun zu Ihnen – der Gemeinde. In einer der letzten Sitzungen präsentierte uns Pfarrer Kleefeld eine Liste mit den Namen derjenigen, die sich ehrenamtlich in unsere Kirchengemeinde einbringen – eine Aufzählung der Gruppen und Kreise wage ich nicht, da es so viele sind, ich würde bestimmt etwas vergessen. Insgesamt sind 279 Personen auf der Liste, das entspricht mehr als 10% aller evangelischen Christen in Wilhermsdorf. Vielen Dank für Ihr Engagement und herzliche Einladung zum Mitarbeitenden-Nachmittag, der am 16. Februar im Gemeindehaus stattfinden wird und ein kleines Dankeschön an Sie sein soll. Eine schriftliche Einladung dazu ergeht in diesen Tagen, wir werden uns über zahlreiche Rückmeldungen freuen. Zu den Taten In unserer Gemeinde gibt es einige Baustellen, an denen gute Ideen, handwerkliches Geschick, Mut und Durchhaltevermögen gefragt sind. Fangen wir bei den Jüngsten an: die Anzahl der Kinder, die den Kindergottesdienst besuchten, ging in den letzten Jahren stetig zurück, so daß zuletzt nur noch ein bis zwei Kinder anwesend waren. Das Betreuerteam beschloß deshalb, ab den Herbstferien den Kindergottesdienst ganz auszusetzen und ein neues Konzept zu erarbeiten. Dies sieht vor, Kindergottesdienste werktags in den Kindergärten, in der Spitalkirche sonntags um 11:00 Uhr zu halten, zudem eine Altersbeschränkung auf Kinder im Kindergartenalter, außerdem sollen Mitarbeiter aus den Reihen der Eltern gewonnen werden. Die Jugendarbeit hat uns seit letztem Februar in fast jeder Sitzung beschäftigt. Zur Oktober-Sitzung konnten wir Gäste aus Langenzenn, Großgründlach und Markt Erlbach begrüßen, die uns von ihrer erfolgreichen Jugendarbeit berichteten. Die recht aufschlußreichen Informationen führten zu folgendem Meinungsbild im Kirchenvorstand: die schon bestehende Jugendarbeit des CVJM und des EC soll von der Kirchengemeinde durch eine Mitarbeiterbegleitung und Mitarbeiterunterstützung gefördert werden. Zu einem „Renner“ hat sich das Café K in den Räumen der Ganztagsbetreuung entwickelt. Der unter der Initiative von Pfarrer Schmidt entstandene Treff der Konfirmanden wird sehr gut angenommen, wie auch der Konfirmanden-Elternstammtisch, zu dem auch Eltern aus Kirchfarrnbach und Hirschneuses gerne kommen. Nicht vergessen dürfen wir die mit fast schon professionellem Können spielende Jugendband J@P, die ebenfalls zur kirchlichen Jugendarbeit zu zählen ist.
Der Gemeindegruß soll zu Beginn des nächsten Kirchenjahres für die drei Kirchengemeinden gemeinsam erscheinen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die der Kern des späteren Redaktionsteams sein wird. Den Auftrag für die professionelle Gestaltung des gemeinsamen Kirchenblatts erhielt der Grafiker Jürgen Schubert. Nun zu zwei sehr angenehmen Taten. Die sonntag-nachmittägliche Kirchenöffnung wurde auch im vergangenen Jahr wieder gut angenommen. Insgesamt kamen an 31 Öffnungstagen 728 Besucher in unser schönes Gotteshaus, also im Durchschnitt 23,5. Ich möchte hier nochmals allen danken, die sich für den „Wachdienst“ zur Verfügung gestellt haben und denen Trost zusprechen, die nur einen oder zwei Besucher begrüßen konnten: jeder einzelne, der eine Kirche besucht, ist der Mühe wert und im heißen Sommer sind zwei Stunden abseits der Alltagshektik in der gut gekühlten Kirche doch ganz angenehm. Im letzten Jahr war das 100 jährige Gründungsjubiläum des Diakonievereins. In dem ganzen Strauß von Veranstaltungen aus diesem Anlaß war unser Gemeindefest am 6. Mai die schönste Blume. Da die Organisation dieser Veranstaltung etwas umfangreicher war, bildete sich ein Festausschuß aus Vertretern des Kirchenvorstands und des Diakonievereins. Dessen Arbeit wurde belohnt durch sehr viele Besucher (manche mit langer Ausdauer), gute Stimmung und gutes Wetter - vielleicht die Belohnung von „oben“? Der Ertrag von ungefähr 1400 € wurde zwischen der Kirchengemeinde und dem Diakonieverein geteilt. Allen Mitwirkenden sei nochmals herzlich gedankt. Zum Schluß noch eine persönliche Bemerkung. |
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Ausblick |
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Nach Abschluß der strukturellen Arbeit im Blick auf die Zusammenarbeit
mit Kirchfarrnbach und Hirschneuses und die Umstellungen im
Kindergartenbereich, werden wir uns in diesem Jahr wieder mehr der
inhaltliche Arbeit und der Bautätigkeit zu wenden. Gottesdienste In diesem Jahr wird erstmals der gemeinsame Gottesdienstplan mit den beiden Nachbargemeinden umgesetzt. Dieser setzt voraus, daß Herr Pfarrer Schmidt regelmäßig in Wilhermsdorf und ich regelmäßig in Kirchfarrnbach und Hirschneuses Gottesdienste halte. Aus diesem Grund werden sich hin und wieder unsere Gottesdienstzeiten verändern. Nämlich immer dann, wenn einer der Pfarrer nacheinander in zwei Gemeinden Gottesdienst halten muß. Zum ersten Mal ist das am 3. Februar der Fall: Da halte ich um 9.00 Uhr den Gottesdienst in Hirschneuses und feiere dann um 10.15 Uhr den Gottesdienst mit Ihnen in Wilhermsdorf. Gemeinsamer Gemeindegruß Die Zusammenarbeit der drei Kirchengemeinden wird an einem neuen gemeinsamen Gemeindegruß deutlich werden, der von einem Ausschuß bestehend aus Vertretern aller drei Kirchengemeinden und dem Grafiker Jürgen Schubert und seiner Frau entwickelt wird. Dieser Gemeindegruß soll die jeweilige Besonderheit der drei Gemeinden, aber auch ihre Zusammengehörigkeit dokumentieren und zu einem Ausweis der drei Gemeinden werden. Wir wünschen uns, daß durch den neuen Gemeindegruß auch das Verständnis der Gemeindeglieder füreinander wächst und sie ermutigt werden, einander in Gottesdiensten und Veranstaltungen zu besuchen. Gemeinsame Seniorenarbeit Erstmals im März wollen wir den Seniorennachmittag in Kirchfarrnbach abhalten und dazu auch die Senioren der Kirchengemeinden Kirchfarrnbach und Hirschneuses einladen. Wir würden uns freuen, wenn daraus eine Regelmäßigkeit entstehen würde und die Senioren aus Kirchfarrnbach und Hirschneuses sich umgekehrt auch nach Wilhermsdorf einladen ließen. Konzerte Wir freuen uns auf eine ganze Reihe konzertanter Ereignisse in diesem Jahr. Da ist vor allem das Konzert mit Harmonic Brass, das einen besonderen Kunstgenuß verspricht und am 18. April stattfinden wird. Karten kann man bereits im Pfarramt und beim Kaufhaus Freund erwerben. Darüber hinaus wird es wieder eine ökumenische Serenade geben, sowie das traditionelle Kirchenkonzert des Posaunenchores und des Kirchenchores am Buß- und Bettag. Außerdem ein Konzert mit Andy Lang in der Adventszeit und voraussichtlich eine Fränkische Weihnacht mit Fritz Stiegler am Sonntag nach Weihnachten. Glaubenskurs In Planung ist die Durchführung eines Glaubenskurses. Wir nehmen wahr, dass immer mehr Leute danach fragen, was denn eigentlich die zentralen Aussagen unseres Glaubens sind. Ein Glaubenskurs kann da sowohl Insidern, aber auch Außenstehende Impulse geben. Bibelwoche/Kinderbibelwoche Der Freundeskreis des CVJM plant für den Herbst wieder eine Bibelwoche. Für die Kinder ist Ende April eine Kinderbibelwoche vorgesehen. Für dieses wichtige Ereignis brauchen wir unbedingt noch etliche helfende Hände. Wir wären dankbar, wenn der eine oder andere sich entschließen könnte, zu helfen oder Mitarbeitende zu vermitteln. Dekanatsjungschartag Der Dekanatsjungschartag, der traditionell an Christi Himmelfahrt stattfindet, kommt am 1.5. nach Unterulsenbach. Auch hier sind hilfsbereite Menschen gerne gesehen. Besuch aus Amron Im Juni werden uns, wenn alles klappt, Gäste aus Amron besuchen und mit uns einen Gottesdienst feiern. Besuch in Jahnsdorf Am 20. April wollen wir endlich unseren Besuch in Jahnsdorf machen. Wer schon jetzt weiß, daß er mitfahren will ist herzlich eingeladen, sich im Pfarramt zu melden. Voraus-sichtlich werden wir nicht in Gastfamilien unterkommen, sondern als Gruppe der Gemeinde begegnen. Arbeit an der Jugend Erfreulich ist die rege Nachfrage der Konfirmandinnen und Konfirmanden am Cafe K. Um so schöner ist es, daß der CVJM sich entschlossen hat, eine Konfirmiertenrüstzeit in der Sepplhüttn anzubieten. Darüber hinaus haben wir uns vorgenommen, den Mitarbeitenden des CVJM und der Landeskirchlichen Gemeinschaft eine Begleitung anzubieten. Auch und gerade im Bereich der Arbeit an Kindern und Jugendlichen brauchen wir noch etliche Mitarbeitende. Kindergottesdienst Ein neues Konzept ist in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Kindergärten im Werden. Wir hoffen, daß wir in nicht allzu ferner Zeit mit dem Kindergottesdienst wieder beginnen können. Religionspädagogische Arbeit in den Kindergärten In den Kindergärten wollen wir einen Augenmerk auf die religionspädagogische Arbeit lenken. Neben Andachten, die Pfarrer Schmidt im Kindergarten Regenbogen einmal im Monat anbietet, gehört das neue Kindergottesdienstkonzept und ein religionspädagogischer Fortbildungstag für die Mitarbeitenden zu den Neuerungen in diesem Bereich. Gedacht ist beim Kindergottesdienst, daß dieser u.a. einmal im Monat am Freitag in den Kindergärten gefeiert werden soll. Kirchenführer Schon lange ist der neue Kirchenführer in Planung. Nun soll er wahr werden. Ein erster Entwurf ist dem Ausschuß vorgelegt worden und so hoffen wir, daß wir diesen Kirchenführer noch in diesem Jahr herausbringen werden. Baumaßnahmen Ein Architekturbüro ist beauftragt, im Kindergarten St. Johannes die verschiedenen Instandsetzungsmaßnahmen – Heizung, Wärmeschutz, Pflaster – vorzubereiten. Das Staatliche Bauamt ist dringend gebeten, die Instandsetzungsmaßnahmen an der Elektronik und am Turm der Hauptkirche in diesem Jahr durchzuführen. Der Sachbearbeiter ist guter Hoffnung, daß es endlich gelingen wird. Es gibt zwei Varianten für die Verwirklichung einer Toilette an der Spitalkirche. Wir hoffen, daß wir den Instanzenweg in diesem Jahr abschreiten können, um das Projekt so bald wie möglich zu verwirklichen. Im Dach des Pfarrhauses soll ein weiteres Zimmer eingerichtet werden. Der Grund dafür ist, daß das Pfarrhaus zu klein ist: Unsere Kinder Moritz und Lorenz teilen sich ein verhältnismäßig kleines Zimmer. Der Zustand ist aufgrund des Alters der Kinder und ihrer Bedürfnisse nicht mehr tragbar. Nichts desto trotz hat sich der Kirchenvorstand in meiner Abwesenheit nicht nur aus diesen Gründen für diese Maßnahme entschieden, sondern auch mit der Absicht, daß man einem möglichen Nachfolger einmal ein großes Haus wird anbieten können. In diesem Zusammenhang muß auf eine weiter Neuerung hingewiesen werden: Ab diesem Jahr sind wir gehalten, trotz der bestehenden Baulast des Staates für die Instandsetzung unseres Pfarrhauses jährlich einen Betrag von 20 € pro qm zurückzulegen. Wieviel das genau ausmacht, muß noch berechnet werden. Ritterhaus Das Ritterhaus soll einmal unser Gemeindehaus werden. Hier sind doch einige Worte zur Begründung und zum Verfahren zu sagen. Mehrere Gründe haben uns zu dieser Überlegung bewogen: 1) Schon seit Jahren überlegen wir, wie wir eine verhältnismäßig teuere Sanierung des Gemeindehauses finanzieren könnten. Die Sanierung ist deshalb so teuer, weil das Gemeindehaus in seinem Zuschnitt für unsere Gemeindearbeit nicht gut geeignet ist. 2) Was wird aus dem Ritterhaus, das in so enger Nachbarschaft zur Hauptkirche gebaut ist? Was geschieht, wenn ein Eigentümer auftritt, den die örtlichen Verhältnisse überhaupt nicht interessieren? Was bedeutet das für unsere Hauptkirche und die Veranstaltungen, die wir darin durchführen? 3) Das Ritterhaus ist ringsum von Gebäuden umgeben, die der Kirchengemeinde gehören (Pfarrhaus, Mesnerhaus, Amtshaus, Hauptkirche). Wäre es nicht sinnvoll, dieses zu komplettieren, indem wir das Ritterhaus als Gemeindehaus nützen könnten? 4) Die Kirchengemeinde kann das Ritterhaus nicht kaufen und herrichten. Das geht nur über einen Sponsor, der das Haus kaufen und sanieren kann und womöglich auch den künftigen Bauunterhalt gewährleisten kann. 5) Herr Stegner hat sich bereits häufig auch der Kirchengemeinde als äußerst spendabel erwiesen. Seine Maxime ist es, daß er seine Dankbarkeit für alles, was ihm an Gutem widerfahren ist, dadurch zum Ausdruck bringen möchte, daß er anderen Gutes tut. In diesem Sinn hat er sich auch meinen Vorschlag überlegt und das Ritterhaus gekauft. 6) Der Kauf ist wichtig, weil er uns nun Zeit gibt, alle notwendigen Dinge richtig zu planen und zu überlegen. Vorher bestand immer die Gefahr, daß die Eigentümer das Haus an den ersten besten Investor verkaufen. 7) Wie nun die Eigentumsverhältnisse künftig sein sollen, welche Rolle eine Kirchenstiftung spielen könnte, wie das Haus dann definitiv genutzt werden wird, muß in den nächsten Monaten verhandelt werden, da neben uns als Kirchengemeinde und Herrn Stegner, seiner Familie und seiner Firma natürlich auch der Denkmalschutz, die Landeskirche, der Markt Wilhermsdorf, die Altorterneuerung ihre Interessen einbringen wollen. 8) Von diesen Verhandlungen hängt ab, ob, wann und wie das Projekt verwirklicht werden kann. Wesentlich wird sein, daß die Dinge, für die wir das Gemeindehaus nutzen wollen, im Ritterhaus auch möglich gemacht werden können. 9) Wenn das Ritterhaus renoviert ist und als Gemeindehaus genutzt werden kann, werden wir uns vom alten Gemeindehaus trennen. Welcher Nutzung es dann zugeführt werden wird, dazu gibt es schon ein paar Überlegungen, die jetzt aber noch nicht spruchreif sind. 10) Herrn Stegner ist hoher Respekt zu erweisen, daß er sich nicht nur im Blick auf die Kirche, sondern auch im Blick auf den Markt Wilhermsdorf auf diesen Weg eingelassen hat. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. |
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