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100 Jahre Diakonieverein in Wilhermsdorf

 
 

100 Jahre Diakonieverein

Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Wie schon bei den Ausführungen der Gemeindeversammlung erwähnt, begeht der Diakonieverein sein 100-jähriges Bestehen.

Die Geschichte des Vereins, der als Johanniszweigverein Wilhermsdorf im Jahr 1907 begann, und die Errichtung einer Kinderbetreuung ("Kleinkinderschule") und die Förderung der weiblichen Jugend in Wilhermsdorf zum Ziel hatte, war eine sehr wechselhafte. Zweimal stand der Verein vor dem Aus und wurde jeweils neu gegründet. Mehrfach erhielt er einen neuen Namen. Und auch der Vereinszweck veränderte sich im Lauf der Jahrzehnte.

Mit einem vielfältigen Programm und einer interessanten Vereinschronik, die Herr Manfred Kilian dankenswerterweise erstellt, wollen wir den Diakonieverein im ersten Halbjahr dieses Jahres in den Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit rücken. Wir laden Sie zu den verschiedenen Veranstaltungen herzlich ein und würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen.

 
     
 

100 Jahre Diakonie
- Veranstaltungskalender -

15.02.2007 19.30 Uhr Angehörigenabend der Patienten
Thema: "Die liebe Last"
Brauhaus
23.02.2007 19.30 Uhr Mitgliederversammlung Evang. Gemeindesaal
04.03.2007   10 Jahre Kindergarten Regenbogen  
13.03.2007 14.00 Uhr Seniorenkreis
Thema: "Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung"
Evang. Gemeindesaal
16.03.2007 19.00 Uhr Politisches Gespräch
"Die Diakonie im Sozialstaat"
mit Frau Staatsministerin Stevens (CSU),
Frau Rupprecht (SPD),
Herrn Dekan Sieghart Schneider,
Herrn Diakon Rolf Höfner,
Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Neustadt
Sonnensaal (Gasthaus Sonne)
20.03.2007 14.00 Uhr Patientennachmittag
mit Frau Kluge und den Veeh-Harfen
Bürgersaal
18.04.2007 19.30 Uhr Diakonisches Gespräch
"Hilfen für den Umgang mit Leid und Krankheit"
Evang. Gemeindesaal
06.05.2007 9.30 Uhr Gemeindefest - Festgottesdienst
"Diakonie in Wilhermsdorf"
Evang. Hauptkirche
06.05.2007 9.30 Uhr Gemeindefest
"Diakonie in Wilhermsdorf"
Am Evang. Gemeindehaus und im Garten des Kindergarten St. Johannes
22.05.2007 19.30 Uhr Diakonisches Gespräch:
Thema: "Zoff mit Kindern, nicht immer, aber immer öfter?!"
Evang. Gemeindesaal
27.05.2007 und 28.05.2007   Ausstellung zur Geschichte der Pflege und der Kindergartenarbeit Vereinshaus des Heimatvereins
30.06.2007 19.30 Uhr Serenade
mit den "Fürther Streichhölzern"
Ehrenhain
 
  Sollten Sie dem Diakonieverein noch nicht angehören, möchten wir Sie auf diesem Wege einladen, sich diesem wichtigen Verein anzuschließen: Wir brauchen Menschen, die durch ihre Mitgliedsbeiträge die Arbeit der Diakoniestation, der beiden Kindergärten und der Ganztagsbetreuung an der Volksschule finanziell und ideell unterstützen.  
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Der Tätigkeitsbericht des Diakonievereins für das Jahr 2006

Die Mitgliederstatistik weist zum heutigen Tag 504 Personen, Familien oder Institutionen aus, die dem Verein angehören. Wir beobachten durch Sterbefälle oder Wegzüge einen gewissen Rückgang unserer Mitgliederzahlen, aber auch dann, wenn Leistungen der Diakoniestation nicht mehr in Anspruch genommen werden. Diese Abgänge versuchen wir durch die Werbung neuer Mitglieder im Bereich der Kindergärten oder aber auch der neuen Patienten der Diakoniestation auszugleichen.

Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Seit der letzten Hauptversammlung hat sich der Ausschuß des Diakonievereins 4 Mal getroffen. Dabei hat uns natürlich die Vorbereitung des Jubiläums besonders beschäftigt. Darauf komme ich im Verlauf des Abends noch zu sprechen.

Weitere Schwerpunkte unser Gesprächen waren Ein- und Austritte, die Kinderkrippe, die Ganztagsbetreuung, die Frage eines Pflegeheims. Außerdem hat uns kirchenpolitisch das neue Diakoniegesetz beschäftigt das die verfaßte Kirche und die Diakonie auch und gerade auf kommunaler Ebene einander zugewiesen hat. Tenor: Kirche ohne praktizierte Nächstenliebe in Form der Diakonie ist nicht vorstellbar. Diakonie ohne das Bewußtsein, in ihrem Tun Verkündigungsdienst zu leisten ebenso wenig. Insofern muß es unsere Aufgabe in der Zukunft sein, das Evangelische Profil der diakonischen Tätigkeit zu schärfen, uns aber auch als Kirchengemeinde noch stärker als diakonische Gemeinde zu verstehen, der das Wohl derer am Herzen liegen muß, die unsere Hilfe brauchen. Mit diesem Diakoniegesetz hängen einige Satzungsänderungen zusammen, die wir vornehmen müssen.

Schon im Vorgriff auf die Satzungsänderung, die wir bei der letzten Mitgliederversammlung in Aussicht genommen haben, wurden von Spenden  Ausstattungsgegenstände für die Kinderkrippe und ein Kopier- und Faxgerät sowohl für die Station als auch für die Ganztagsbetreuung gekauft.

Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Aus der Diakoniestation läßt sich berichten, daß noch wie vor zwischen 37 und 44 Patienten im Monat versorgt werden, obwohl etliche langjährige Patienten im vergangenen Jahr verstorben sind oder ins Pflegeheim mußten. Es wurden an die 100 Beratungseinsätze geleistet. Das sind vorgeschriebene Besuche bei Patienten, die ausschließlich von Angehörigen gepflegt werden. Daß der Verwaltungsaufwand eher noch steigt, gehört zu den Ärgernissen im Bereich der Diakoniestation. Sehr gefreut hat uns im Bereich der ganzen Station, daß das Qualitätsmanagement Früchte trägt und der Zentralen Diakoniestation Anerkennung beschert. Daß auch im vergangen Jahr ein Patientennachmittag durchgeführt wurde ist ebenso erwähnenswert wie die Möglichkeit, in Markt Erlbach ein zusätzliches Betreuungsangebot für Demenzkranke in Anspruch zu nehmen. Daß wir insgesamt als Zentrale Diakoniestation gut dastehen, verdanken wir neben dem vorausschauenden Management durch unseren Geschäftsführer, Herrn Diakon Höfner, und die Pflegedienstleitung Frau Herta Gräf, vor allem auch dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und von Herrn Dietmar Piehler. Ihnen, aber auch allen, die in der Verwaltung tätig sind, sei an dieser Stelle herzlich Dank gesagt.

Nicht vergessen möchte ich, auch unserem Besuchsdienst unter der Leitung der Sozialarbeiterin Frau Ursula Kluge zu danken, der nun schon bald 10 Jahre in aller Stille die Arbeit der Pflege dadurch unterstützt, daß die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Pflegebedürftigen, Bettlägerigen und Alleinstehenden in unserer Gemeinde treu besuchen. Nicht zuletzt der Besuchsdienstkreis macht es übrigens möglich, daß wir den Patientennachmittag anbieten können. Der Besuchsdienst kommt vier bis fünf Mal im Jahr zusammen, um sich über die Eindrücke aus dieser Arbeit auszutauschen. In diesem Arbeitsbereich würden wir uns noch einige Mitarbeitende mehr wünschen.

Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Danken möchte ich auch unseren Mitarbeiterinnen in den Kindergärten. Hier leiden wir zur Zeit unter den drastisch rückläufigen Kinderzahlen. Hatten wir bisher pro Jahrgang zwischen 60 und 80 Kinder, die noch einem Kindergartenplatz fragten, werden wir in zwei, drei Jahren nur noch etwa 30 Kinder haben. Das hat Konsequenzen: Schon in diesem Jahr mußten wir eine Gruppe mit 25 Plätzen im Kindergarten schließen.

Gott sei dank, zeigte sich jedoch ein Betreuungsbedarf bei den unter dreijährigen Kinder. So daß wir mit Zustimmung der Marktgemeinde im Kindergarten St. Johannes eine Krippe einrichten konnten, in der wir zwischenzeitlich 14 Kinder täglich von 7.00 Uhr bis 14.00 Uhr betreuen können. Diese Veränderung brachte jedoch erhebliche Herausforderungen an das Team des Kindergartens mit sich. Die Erzieherin Frau Gisela Höng und die Kinderpflegerin Frau Carmen Klemm mußten sich auf ein ihnen bisher nicht vertrautes Tätigkeitsfeld "umschulen". Die verbliebenen Kinder mußten auf die zwei verbliebenen Gruppen verteilt werden. Es wurden konzeptionelle Änderungen ebenso nötig, wie bauliche. Und auch die Ausstattung mußte mit einem Aufwand von etwa € 10.000,00 verändert werden.

Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Dem ganzen Kindergarten- und Kinderkrippenteam, den Elternbeiräten und den Eltern möchte ich an dieser Stelle herzlich Dank sagen, für die Bereitschaft, sich auf diesen Weg gemacht zu haben.

Neben diesen Veränderungen nahm auch die Einführung des neuen Betreuungsgesetzes und seiner Auswirkungen auf die wirtschaftliche und personelle Seite unserer Kindergartenarbeit in Anspruch. In diesem Zusammenhang muß nun in den Kindergärten in Zusammenarbeit mit der Schule auch eigens eine Sprachförderung von Kindern betrieben werden, die sprachliche Defizite mitbringen.

Natürlich gibt es aus dem Kindergarten St. Johannes auch noch etwas inhaltlicher Art zu berichten: Besonders herauszuheben ist, daß Frau Grete Eberlein, unsere langjährige Kindergartenleitung, in den Ruhestand gegangen ist. Wir haben sie im Rahmen eines Familiengottesdienstes verabschiedet und ihr gedankt. Sie hat unzählige Kinder in unserer Kommune auf liebevolle Art und Weise begleitet und geprägt. Dafür sei ihr auch an dieser Stelle herzlich Dank gesagt. Frau Stefanie Schuh hat ihre Nachfolge übernommen und erweist sich als kompetente und engagierte Leitung. Auch dafür sagen wir herzlich Dank.

Das warme Mittagessen hat sich zwischenzeitlich gut eingeführt, wenngleich wir uns wünschten, es kämen noch ein paar Kinder mehr dazu. Der Tag der Offenen Tür am Tag der Kirchenvorstandswahl im Herbst war ein großer Erfolg. Das Jahresthema heißt in diesem Jahr "Alles hat seine Zeit". Auf ganz vielfältige Weise begegnen die Kinder der Zeit und erhalten dadurch ein Gefühl für diesen Begriff.

Geärgert hat uns kurz vor Weihnachten ein Einbruch, der uns einen Sachschaden von etwa € 1200,00 und viel zusätzliche Arbeit beschert hat.

Daß der Kindergarten Regenbogen die Entwicklung der Kinderzahlen auch mit Sorge betrachtet brauche ich eigentlich nicht eigens zu erwähnen. In diesem Jahr jedoch waren wir, im übrigen wie im Kindergarten St. Johannes mit den Buchungen der Eltern sehr zufrieden. Der im Lauf des Kindergarten wachsende Bedarf an Betreuungsstunden nötigte uns, wie auch im Kindergarten St. Johannes zusätzliches Personal anzustellen.

Inhaltlich beschäftigt uns im Kindergarten das Thema "Spaziergang auf dem Regenbogen - Farben und Formen", das den Kindern die Auseinandersetzung mit den Farben und Formen ermöglichen soll, die sie in ihrer Welt erleben können. Zum anderen fiebern das Team, der Elternbeirat und die Kindergartenkinder auf den 4.3.2007 hin, an dem sich die Einweihung des Kindergartens zum 10. Mal jährt. Zu dem bunten Gottesdienst und den anschließenden Festlichkeiten möchten wir Sie ganz herzlich einladen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie daran teilnehmen könnten.

Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Zum Abschluß meines Berichtes möchte ich auf einen Arbeitsbereich eingehen, für den wir noch nicht zuständig sind, um dessen Förderung ich den Diakonieverein aber auch bitten möchte. Ich meine die Ganztagsbetreuung. Seit dem 01. 10.2006 betreuen wir im Hausmeisterhaus an der Volksschule mit der Sozialpädagogin Frau Sabine Kleine 10 Hauptschülerinnen und Hauptschüler Montags bis Freitags von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler sollen in der Ganztagsbetreuung eine geregelte Mittagspause mit einem vernünftigen Mittagessen erhalten. Sie werden bei der Hausaufgabenerstellung begleitet und sie sollen miteinander in der verbleibenden Zeit Freizeit gestalten.

Diese Arbeit hat im Grunde auf abenteuerliche Weise von heute auf morgen begonnen und ist durch die Flexibilität von Frau Kleine, des Kirchenvorstands, der Marktgemeinde, des Bauhofs und des Schulpersonals möglich geworden. Zwischenzeitlich bekomme ich positive Rückmeldungen dahingehend, daß die Arbeit bei Kindern bereits zur Stabilisierung sowohl der Persönlichkeit als auch der schulischen Leistungen beigetragen hat. Diese Rückmeldungen freuen mich und zeigen, daß diese Arbeit wichtig ist und weiter ausgebaut werden muß.

 

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