Nachrichten aus der Kirchengemeinde  
     
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Seit September gibt es die Ganztagsbetreuung an der Wilhermsdorfer Schule
Sozialpädagogin Sabine Kleine betreut die Ganztagskinder
Sie wird auch die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde unterstützen

 
     
  Frau Sabine Kleine (28) hat die Aufgabe, die Ganztagsbetreuung an der Schule in Wilhermsdorf zu etablieren. Nachdem Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und genügend Kinder angemeldet wurden, konnte der Betrieb in der Ganztagsbetreuung aufgenommen werden. 20 Stunden in der Wochen kann Frau Kleine die Kinder nun betreuen. Noch ist nicht alles optimal eingerichtet, doch die Kinder fühlen sich bei ihr wohl. Außerdem wird sie vier Stunden in der Woche die evangelische Jugendarbeit unterstützen.  
     
 
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JB: Frau Kleine, wo sind Sie aufgewachsen und zur Schule gegangen?
SK: Ich stamme aus Sachsen bei Ansbach. Nach der Grundschule in Sachsen besuchte ich das Gymnasium in Ansbach. Dann wechselte ich in die Fachoberschule Nürnberg, die ich im Jahr 2000 abschloß. Ein Jahr lang absolvierte ich ein Praktikum in der Diakonie in Neuendettelsau.
 
  JB: Waren Sie auch schon ehrenamtlich in der Kirche tätig?  
  SK: Ich bin katholisch und war zunächst Ministrant. Ich besuchte die Jugendarbeit der Gemeinde erst als Teilnehmerin, später war ich Mitarbeiterin.
In Verbindung mit dem Jugendamt Ansbach war ich Gruppenleiterin bei Ferienangeboten.
 
  JB: Was hat Sie bewogen, Sozialpädagogik zu studieren?  
  SK: Man kann sagen: Ich bin erblich vorbelastet. Meine Mutter ist Erzieherin. Ich habe zuerst zwischen Lehrerin und Kunstlehrerin geschwankt. Da diese Wege nur mit dem Fachabitur nicht möglich sind, mußte ich einen anderen pädagogischen Weg einschlagen. Trotzdem tendiere ich in Richtung Schule - indem ich wenigstens mit den Lehrern zusammenarbeite.  
  JB: Wo haben Sie studiert und was war Ihnen während des Studiums besonders wichtig?  
  SK: Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!2001 habe ich an der Evangelischen Fachhochschule in Nürnberg mit dem Studium angefangen. Zum Studium gehörte auch ein Praktikum, das ein Mal wöchentlich stattfand. Ich sammelte dabei Erfahrungen im Bereich der Bewährungshilfe. Mein Jahrespraktikum durfte ich in der Veit-Stoß-Realschule in Nürnberg absolvieren. Ein erfahrener Sozialpädagoge leitete mich bei der Schulsozialarbeit an. Zu den Aufgaben gehörten Beratung von Schülern, Lehrern und Eltern. Weiterhin hielten wir Unterricht im Fach „Soziales Lernen“ in der 5. Klasse. Jeweils die halbe Klasse kam wöchentlich wechselnd, um soziale Kompetenzen zu erwerben. Dazu gehörten z. B. Streit schlichten und Rollenspiele. Der Unterricht war sehr spielerisch aufgebaut. Anfangs begleitete ich den Praxisanleiter und lernte so vieles kennen. Nach und nach arbeitete ich auch selbständiger.
Das Jahrespraktikum war am Besten. Ich habe das Gefühl, hier mehr gelernt zu haben als während des ganzen theoretischen Studiums. Mein Lieblingsfach war klinische- oder überhaupt Psychologie, philosophische Sachen interessierten mich weniger.
 
  JB: Wie sind Sie zu der Stelle in Wilhermsdorf gekommen?  
  SK: Bekannte meiner Eltern haben die Stellenanzeige der Kirchengemeinde gelesen und an mich weiter gegeben. Ich habe mich beworben und wurde genommen. Ich bin froh, daß ich gleich im Anschluß an das Studium eine Arbeitsstelle antreten konnte.  
  JB: Was ist Ihnen im Umgang mit Kindern besonders wichtig?  
  SK: Ich möchte möglichst nah an den Kindern dran sein, an ihren Interessen und Bedürfnissen. Ich möchte auch, daß sie sich hier wohl fühlen. Sie sollen ihre Interessen einbringen und daran arbeiten.
Es ist mir auch wichtig, eine Struktur im Tagesablauf vorzugeben, mit der Hoffnung, daß sie die zuhause übernehmen. Mittagessen, Ruhezeit, Hausaufgaben, Freizeitbeschäftigungen - so sieht der grobe Ablauf hier aus.
 
  JB: Werden Sie auch christliche Inhalte vermitteln?  
  SK: Ich werde auf jeden Fall auf das Kirchenjahr eingehen. Was außerdem möglich ist, muß sich erst noch entwickeln.  
  JB: Sie haben auch den Dienstauftrag in der Jugendarbeit. Welche Aufgaben warten da auf Sie?  
  SK: Ich betreue zusammen mit Pfarrer Schmidt den offenen Jugendtreff für Jugendliche im Konfirmandenalter „Café K“. Er findet jeweils am letzten Freitag im Monat um 16 Uhr hier im Haus der Ganztagsbetreuung statt.
Ich soll auch den CVJM-Teenie-Treff zusammen mit Anna Holzberger leiten. Die Gruppe wird sich vermutlich alle zwei Wochen treffen. Aber die Gruppenstunde hat noch nicht stattgefunden.
 
  JB: Welche Hobbys haben Sie?  
  SK: Ich zeichne und male gerne. Außerdem geh ich gerne ins Kino. Ich habe seit zwei Jahren auch einen Nebenjob in einem Nürnberger Kino.  
  JB: Ich danke Ihnen für das offene Gespräch und wünsche Gottes Segen für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.  
 

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