Nachrichten aus der Kirchengemeinde  
     
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Feierabendschwester steht vor Umzug ins Mutterhaus
Schwester Babette geht in den Ruhestand
Ihr Leben lang diente sie den Menschen und lud zu Jesus ein

 
     
  Schwester Babette Bachhofer wirkte seit elfeinhalb Jahren in Wilhermsdorf im EC und in der Landeskirchlichen Gemeinschaft und hat ihre ganze Person in den Dienst für Gott gestellt. Mit dem Erreichen des Rentenalters steht sie vor einer neuen Herausforderung, dem Einstieg in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einem einen kleinen Einblick in Ihr Wirken wollen wir sie verabschieden:  
     
 
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JB: Schwester Babette, woher stammen Sie und wie sind Sie Diakonisse geworden?
SB: Ich komme aus dem „Landl“ von Sulzbürg, in dem sich viele Salzburger Emigranten niedergelassen haben.
Ich wurde durch Gottes Wort im Jugendkreis angesprochen und mir wurde klar, daß Gott mich als Diakonisse will. Ich habe auch erkannt, daß die Hensoltshöhe in Gunzenhausen der Ort war, an den mich Gott berufen hatte.
 
  JB: Welche Stationen gab es in Ihrem Leben?  
  SB: 1963 begann ich eine zweijährige Ausbildung im Mutterhaus. Daran schloß sich 1965 eine Krankenpflegeausbildung in Oberhausen an. In der dortigen Frauenklinik wurde ich OP-Schwester und reichte den Ärzten die Instrumente zu. Später arbeitete ich als OP-Schwester in den Städtischen Krankenanstalten in Bayreuth.
1975 absolvierte ich einen Bibel-Intensivkurs in Marburg und wohnte während dieser Zeit im Mutterhaus Hebron.
Ab 1976 arbeitete ich in der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Amberg und ab 1979 etwa 15 Jahre lang in Weiltingen am Hesselberg in der häuslichen Krankenpflege, im EC und in der Landeskirchlichen Gemeinschaft. 1995 kam ich dann nach Wilhermsdorf.
 
  JB: Gibt es etwas, was Sie nicht noch einmal durchleben möchten?  
  SB: Nein, weil alles ins Leben hineingehört. Höhen und Tiefen lassen uns wachsen und reifen - im Rück-blick sieht man Gottes Hand darin.  
  JB: Gab es besonders schöne Momente in Ihrem Leben?  
  SB: Die gab es sicher - aber ich kann jetzt gar nichts Konkretes nennen. Da muß ich erst noch sortieren. Die Schwesterngemeinschaft und die schönen Feste, die wir miteinander feiern konnten, das waren Höhepunkte.  
  JB: Wenn Sie zurückblicken - wie beurteilen Sie Ihre Zeit in Wilhermsdorf?  
  SB: Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Ich hab diese Zeit gerne ausgefüllt. Mein Ziel war immer, Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen und die Liebe Christi zu den Menschen zu bringen. Wie weit mir das gelungen ist, kann ich selbst nicht beurteilen.
Eine schöne Erfahrung waren die Begegnungen mit den Kindern. Sie waren oft total „verliebt“ in mich. Als wir mal in Gunzenhausen waren und ein Kind die vielen Schwestern sah, sagte es: „Lauter Schwester Babette“ oder als eine Gitarre gespielt hat kam der Ausspruch: „Wie die Schwester Babette!“ Eine Liebe so einzigartig aufzeigen, das kann nur ein Kind.
 
  JB: Kann man als Schwester auch eigene Ziele haben und verfolgen? Wenn ja, welche Ziele hatten Sie?  
  SB: Natürlich. Ich empfinde das Mutterhaus und die Regeln nicht als Einengung, sondern als Hilfe. Das Wort Gottes war für mich dabei wegweisend. Ich habe mich auch von meinem Konfirmandenspruch aus Johannes 15,5 leiten lassen: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“  
  JB: Haben Sie auch ein Lieblingslied?  
  SB: Ich habe mehrere, aber besonders gern habe ich das Lied „Jesu Name nie verklinget“ gesungen.  
  JB: Welche gravierenden Veränderungen kommen jetzt auf Sie zu?  
  SB: Feierabendschwester bin ich offiziell schon. Aber jetzt kommt erst einmal die Vorbereitung auf den „Feierabend“. Ein erster Schritt ist das Abschiednehmen. Das ist nichts Neues für mich, das habe ich schon oft tun müssen. Das hat Höhen und Tiefen - ganz unterschiedlich; Schmerz und Freude - alles ist darin. Es wäre schlimm, wenn keine Hoffnung da wäre. Aber es geht ja weiter.
Bis zum Jahresende muß ich meine Wohnung räumen. Ich kann nicht alles mitnehmen, weil ich nur noch ein Zimmer für mich habe - ansonsten teile ich Gemeinschaftsräume mit anderen Schwestern.
Dann schließt sich erst einmal eine Zeit der Ruhe an. Es soll nicht sofort wieder etwas getan werden. Ich habe Zeit, mein Leben zu sortieren und innerlich aufzuarbeiten. Ob ich dann noch weitere Aufgaben übernehme, hängt von meiner gesundheitlichen und kräftemäßigen Verfassung ab.
 
  JB: Haben Sie Hobbys, die Sie dann pflegen können?  
  SB: Bisher waren meine Begabungen stets Mittel zum Zweck, um z. B. mit den Kindern handwerklich etwas zu gestalten. Wenn es möglich ist, möchte ich gerne kunsthandwerklich noch etwas gestalten und wenn die Augen es zulassen gerne mehr lesen.  
  JB: Haben Sie einen Wunsch für die Gemeinschaft in Wilhermsdorf?  
  SB: Vor kurzem bekam ich ein Kreuz geschenkt. Im Querbalken steht ganz groß das Wort „Jesus“. Ich wünsche mir, daß bei all den Arbeiten in der Gemeinschaft Jesus Christus die Mitte des Lebens bleibt.  
  JB: Schwester Babette, ich danke Ihnen herzlich für dieses Gespräch und wünsche Ihnen für den neuen Lebensabschnitt Gottes Geleit und seinen Segen.  

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