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Bäuerinnen Das Herzstück der Genossenschaft Josina Machel ist eine kleine Maniokfabrik. Hier wird Maniokmehl hergestellt. Gewöhnlich müssen die Frauen Maniok in mühevoller Handarbeit zu Mehl verarbeiten, doch dank der Hilfe ist der Arbeitsalltag nicht mehr gar so beschwerlich. „Unser Land wird demnächst vermessen“, freut sich Amélia Francisco, Mitglied der Genossenschaft Josina Machel, in der zwölf Frauen und sechs Männer ein gemeinsames Feld bewirtschaften. Erst mit der Vermessung können die Rechte der Genossenschaft gesichert und das Land im Grundbuch eingetragen werden. Kein privates Land in Mosambik Land ist in Mosambik grundsätzlich
Staatseigentum. Die Behörden überlassen es den Bauern zur
Bewirtschaftung. Sie können aber jederzeit vertrieben werden, etwa,
wenn ausländische Investoren
Mühle statt Mühe Der ganze Stolz der Genossenschaft
ist die Maniokmühle. Die Maniokwurzeln werden von den Mitgliedern
geschält und gewaschen und danach gemahlen. Dabei entsteht ein
feinkörniges Mehl, das anschließend geröstet wird. Amélia Franciscos
Genossenschaft hat eine Mühle mit Dieselmotor gekauft und eine Presse,
um Wasser aus dem Mahlgut zu entfernen. Der mechanisierte
Verarbeitungsprozeß trägt seinen Teil dazu bei, daß ein schmackhaftes,
gleichmäßig helles Mehl entsteht. Hilfe bei Notfällen Armelia Francisco und zwei weitere Mitglieder arbeiten drei Tage in der Woche für die Genossenschaft. Bei ORAM haben sie gelernt, die Bücher zu führen. Noch erwirtschaftet die Genossenschaft keine großen Überschüsse, die verteilt werden konnten, mit den Einnahmen wurden ein Esel- und ein Ochsengespann, ein Anhänger und ein Pflug gekauft. Allerdings garantiert die Genossenschaft den Mitgliedern Leistungen bei besonderen Anlässen: Bei Todesfällen und bei Hochzeiten bekommen die Familien einem Geldbetrag und Maniokmehl. Amella Francisco ist froh, daß sie sich auf Ihre Gemeinschaft verlassen kann, die sie auch stützte, als sie vor drei Monaten von ihrem Mann verstoßen wurde und sie hofft, daß die Maniokfabrik bald ein kleines Einkommen für die Mitglieder abwirft, um sich einen Traum zu erfüllen: „Ich würde so gerne ein kleines Haus bauen, in dem ich mit meiner Mutter und meiner kleinen Tochter leben kann.“ |
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