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Was
wird eigentlich
aus unseren Spenden?
Fotos: SUPRAID
Brot für die Welt
bietet in jedem Jahr einen Rechenschaftsbericht, in dem über die
Verwendung der Gaben berichtet wird. Wir hatten im vergangenen Jahr
das Projekt „Reiche Ernte – Mit Ochsen und Pflug die Ernährung
verbessern“ unterstützt. Brot für die Welt berichtet im Jahresbericht:
Keine Jobsuche mehr im Nordsudan
Früher mußte der dreifache Familienvater
immer in den Nordsudan reisen, nachdem er sein kleines Feld bearbeitet
hatte. Dort suchte er Arbeit auf den Feldern der Araber, um seine
Familie ernähren zu können.
„Sieh dir das mal an, auf dieser Farm verbrachte meine Familie
ihre Zeit das ganze Jahr über mit Hacken“, erzählt Nyuol dem
Kontaktbauer von SUPRAID. Bei Regen mußte die Arbeit so lange
unterbrochen werden, bis der Boden wieder abgetrocknet war. Regnete es
wieder, verzögerte sich der Anbau erneut. Mit der Ochsenanspannung ist
das Land in knapp fünf Tagen bearbeitet. „Ich muß mich nicht mehr über
das nasse Erdreich ärgern, meine Zwiebeln und meine Hirse sehen grün
aus“, schmunzelt der 55-jährige Bauer Nyuol.
Nyuol lebt in einem kleinen Dorf in der Gemeinde Wunrok im
Twic-Distrikt im Süden des Sudan. Dort leben 500.000 Menschen. Die
Sicherheitslage hat sich in den letzten fünf Jahren ständig
verbessert, so daß viele Menschen, die wegen des Bürgerkrieges
geflohen waren, in ihre Heimat zurückgekehrt sind.
Neue Anbaumethoden
Vorbei die Zeit,
in der Nyuol in den Nordsudan reiste, um bei den Arabern Arbeit zu
suchen. Jetzt wird er demnächst seine Farm vergrößern. Inzwischen
bekommt er häufig Besuch von Dorfbewohnern, die wissen wollen, wo er
die neue Methode gelernt hat. Gerne verweist Nyuol auf SUPRAID, und er
ist überzeugt, daß in den nächsten drei Jahren alle Familien in seinem
Dorf auf Ochsenanspannung umgestellt haben werden. Darüber freut sich
natürlich auch der Kontaktbauer Chol Deng, der bei SUPRAID angestellt
und dafür zu-ständig ist, andere Bauern auszubilden. Auf seiner Farm
hat der 34-Jährige ein Demonstrationsfeld, auf dem er den Bauern
zeigt, daß auch Bananen, Kassava und Süßkartoffeln in der Region
gedeihen. Auch Chol Deng war zur Ausbildung bei SUPRAID.
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