Nachrichten aus der Kath. Kirchengemeinde  
     
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Pfarrer Gabriel Grohmann ist der neue römisch-katholische Pfarrer
Von Brasilien über Rom nach Wilhermsdorf
Trotz der Würde des Amtes ist er immer Mensch geblieben

 
     
 
Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!   Der neue katholische Pfarrer Grohmann ist fünfzig Jahre alt und hat bereits ein bewegtes Leben hinter sich. Nach einer schweren Erkrankung arbeitet er seit September im Rahmen seiner Kräfte als Seelsorgehelfer in Cadolzburg, Langenzenn, Markt Erlbach und Wilhermsdorf. Vielleicht kann man ihn auch mal im Wilhermsdorfer Hallenbad treffen, weil er gerne schwimmt.
 
  JB: Herr Grohmann, wo sind Sie geboren und aufgewachsen?  
  GG: Ich bin in Brasilien geboren. Ganz genau gesagt, bin ich in Sao Paulo,
der Hauptstadt des Bundeslandes Sao Paulo (im Südosten Brasiliens)
geboren. Mein Vater war deutschstämmig und meine Mutter war Italienerin.
Ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Grundschule und das
Gymnasium habe ich in Sao Paulo absolviert.
 
  JB: Was hat Sie dazu bewogen, Priester zu werden?  
  GG: Es war wohl eine etwas romantische Sicht, die ich anfangs noch hatte:
Ich wollte heilig sein und auch andere Menschen für den Glauben begeistern. Es sollte weniger durch Worte geschehen als durch mein Lebensbeispiel. Deshalb bin ich zunächst ein Ordensmann geworden. Ich trat 1979 in den Benediktinerorden in meiner Heimatstadt ein.
Die Realität des Lebens holte mich aber bald auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich mußte lernen, zu akzeptieren, daß ich ein Mensch bin und eben auch unvollkommen bin. Ich wurde mit mir selbst und mit anderen Menschen konfrontiert und habe dabei eigene Grenzen erfahren. Ich habe dabei Enttäuschungen erlebt und durchlebt. Aber diese Enttäuschungen haben meine Begeisterung für Gott nicht gemindert - eher noch bestärkt. Inzwischen bewirken das Alter, die Klugheit und die Erfahrung, daß ich manchem gegenüber viel gelassener sein kann.
 
  JB: Wie ging es dann weiter?  
  GG: Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Nach ein paar Jahren wurde ich nach Ponta Grossa im Bundesland Paranä versetzt, wo ein neues Kloster gegründet wurde. Am 4.7.1987 wurde ich zum Priester geweiht. Von Paranä wurde ich nach Rom geschickt um in Sant' Anselmo und an der Universität Theresianum weiter zu studieren.
Im Jahr 1989 beantragte ich die Beurlaubung vom Benediktinerorden. Dies wurde genehmigt und ich war von 1989 - 1994 zunächst Gastpriester in der Erzdiözese München in der Pfarrei St. Lorenz in Oberföhring und dann in Vaterstetten.
Ab September 1994 wechselte ich in die Erzdiözese Bamberg nach St. Heinrich in Fürth. Dort arbeitete ich bereits mit Pfarrer Hermany zusammen, der auch in St. Heinrich Pfarrer war. So sind die Wege Gottes... - nach fast zwölf Jahren arbeiten wir wieder zusammen. Von 1995 bis August 2006 war ich als Kaplan und als Stadtpfarrer in der Gemeinde St. Johannes in Rothenburg und Gebsattel tätig.
 
  JB: Welche Hauptaufgaben hatten Sie in Rothenburg und Gebsattel?  
  GG: Ich war dort Ortspfarrer und habe versucht, die Menschen zu Gott zu führen und ihnen zum Glauben zu verhelfen. Die Spendung der Sakramente und die Auslegung des Wortes Gottes gehörten zu meinen Aufgaben. Ich versuchte auch, ein Bindeglied zwischen Gesellschaft und Kirche zu sein. Eine große Aufgabe war die Verwaltung von drei großen Kindergärten und es gab auch sehr zahlreiche Baumaßnahmen.  
  JB: Warum haben Sie Rothenburg und Gebsattel verlassen?  
  GG: Im Jahr 2001 bin ich schwer erkrankt. In der Folge davon war ich nicht mehr so leistungsfähig und den Verwaltungsaufgaben nicht mehr gewachsen. Ich muß auch meine Gesundheit im Blick behalten, damit ich nicht erneut erkranke.  
  JB: Wie ist die Arbeitsaufteilung nun hier geregelt?  
  GG: Pfarrer Hermany ist für die Verwaltung unseres Seelsorgebereiches zuständig. Ich bin seit 1.9.2006 nun als Pfarrer Seelsorgehelfer in Cadolzburg, Langenzenn und Wilhermsdorf mit Markt Erlbach. Da Pfarrer Hermany die ganze Last der Verwaltung zu tragen hat, muß ich ihn auch in Cadolzburg unterstützen.  
  JB: Freuen Sie sich auf Ihre neuen Aufgaben?  
  GG:  Ich freue mich hier zu sein und mit den Gemeinden Gott feiern, erleben und in unserem Leben spüren zu dürfen. Ich bin sicher, daß wir schöne und aufbauende Erlebnisse "in Gott" haben werden. Ich freue mich auf persönliche Begegnungen, bei denen wir uns kennenlernen und dabei erfahren, wie wunderbar Gott ist und sein kann. Für uns alle und für mich wünsche ich mir eine fruchtbare, reiche Zeit, wo die Zärtlichkeit Gottes uns berührt.
Das wünsche ich für uns alle: Durch viele Begegnungen gemeinsam ein wenig mehr von Gott zu erfahren und kennen zu lernen.
 
  JB: Herr Grohmann, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen Gesundheit und ein gesegnetes Wirken in den Gemeinden.  

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