Gemeindegruß Herbst 2005
- INHALTSVERZEICHNIS -
 
 
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Titelbild S. 1
Impressum S. 2
Liebe Gemeinde S. 3
  Nachrichten aus der Kirchengemeinde  
Nachrichten aus dem Kirchenvorstand S. 4
Gesetzlicher Unfallschutz für Ehrenamtliche S. 9
  Taufen, Trauungen und Beerdigungen S. 11  
  Kindergarten St. Johannes: Bericht des Elternbeirats S. 12  
  Kindergarten Regenbogen: Die neue Vorpraktikantin S. 14  
  Kindergarten Regenbogen: Bericht des Elternbeirats S. 15  
Aktionsbündnis gegen AIDS: Leben - Pillen statt Profit S. 16

Nachrichten aus den Partnergemeinden

Was gibt es Neues aus Jahnsdorf S. 17
  Aus dem Dekanat  
Pfarrer Putz geht in Ruhestand S. 18
Pfarrerin z. A. Ulrike Kaiser kommt nach Unternesselbach S. 22
Pauken für die Menschen – Amron S. 24
Mit Leib und Seele Diakonieschwester - Kathrin Göß S. 26
  Aus den Vereinen und Verbänden  
Die Landeskirchliche Gemeinschaft/EC S. 27

Mit diesem Gemeindegruß erhalten Sie:

  • Information zur Sammlung
  • Information zur Aktion "Leben"
  • Faltkarton zur Aktion "Leben"
   
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  Impressum  
  Der Gemeindegruß erscheint viermal im Jahr.
Die Auflage beträgt ca. 1250 Exemplare.
Redaktion und verantwortlich für den Inhalt - ausgenommen zugesandte Stellungnahmen und Veröffentlichungen:
Pfarrer Andreas Kleefeld und
Gemeindehelfer Jürgen Bär
 
       
  Bankverbindungen:    
  Spenden: Creditverein Wilhermsdorf 4 002 636
Sparkasse Wilhermsdorf 240 203 463
 
  Kirchgeld, Kirchstuhlgeld, Kindergarten, Gebühren und sonstige Zahlungen: Creditverein Wilhermsdorf 4 004 205
Sparkasse Wilhermsdorf 240 202 044
 
  Diakonieverein: Creditverein Wilhermsdorf 4 002 148
Sparkasse Wilhermsdorf 240 200 261
 
       
  Bürozeiten: Montags, dienstags und mittwochs
von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr
oder nach Vereinbarung
 
       
  Internet: www.wilhermsdorf.info  
       
  Anschriften:    
  Evang.-Luth. Pfarramt: Pfarrer Andreas Kleefeld
91452 Wilhermsdorf, Marktplatz 6
Tel. 09102/1484, Fax. 09102/1481
Email:
pfarramt.wilhermsdorf@elkb.de
 
       
  Vertrauensfrau : Frau Inge Friedrich
Ulsenbachstraße 11
Tel. 09102/395
 
       
  Diakonieverein St. Johannes
in den Kirchengemeinden
Wilhermsdorf und Kirchfarrnbach e. V.:
Adresse wie Evang.-Luth. Pfarramt  
       
  Diakoniestation: Ansbacher Straße 6
Tel. 09102/1373 (Anrufbeantworter)
 
       
  Hausmeisterin im Gemeindehaus: Frau Heide Scherer
Weiherstraße 16
Tel. 09102/8242
 
       
  Evang. Kindergarten St. Johannes: Leiterin: Frau Eberlein
Ansbacher Straße 15
Tel. und Fax: 09102/2963
 
       
  Evang. Kindergarten Regenbogen: Leiterin: Frau Rauscher
Jahnsdorfer Straße 2
Tel. und Fax: 09102/96632
 
       
  Gemeindehelfer: Jürgen Bär
Beethovenstraße 14
91448 Emskirchen
Tel. und Fax: 09104/977
Email:
j.baer@baereneck.de
Internet:
www.wilhermsdorf.info
 
       
  Mesnerin: Frau Bringfriede Wagner
Ulsenbachstraße 14
Tel. 09102/768
 
       
  CVJM c/o Franziska Mitländer
Wurster-von-Kreuzberg-Str. 2
Tel. 09102/996570
 
       
  Landeskirchliche Gemeinschaft/EC c/o Schwester Babette Bachhofer
Ansbacher Straße 22
Tel. 09102/606

Prediger Angel Robles
Erlanger Straße 26
91489 Wilhelmsdorf
Tel. 09104/823663

 

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  Liebe Gemeinde  
     
 

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde,
zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und schuf sie als Mann und Frau.
Und Gott segnete sie.

1. Mose 1, 27 + 28

"Nun traut Euch doch!"

so möchte ich gerne unseren jungen Leuten zurufen und sie einladen, kirchlich zu heiraten.

Was früher "fast" selbstverständlich war, daß man nicht nur standesamtlich heiratete, ist heute die Ausnahme: 1955 sind in den Evangelischen Kirchenbüchern allein in Wilhermsdorf 16 kirchliche Hochzeiten aufgezeichnet, 1965 standen 21 Paare am Altar. 1975 haben 24 Paare kirchlich geheiratet. In diesem Jahr werden wir voraussichtlich 8 Trauungen in unser Kirchenbuch eintragen (mit Kirchfarrnbach 11, mit den katholischen Trauungen 14), im vergangenen Jahr waren es 10 und vor zwei Jahren 8 Hochzeiten, die wir in unserer Kirche feiern durften. (Bei diesen Zahlen muß man bedenken, daß etliche Paare darunter waren, die nicht mehr in Wilhermsdorf leben und einige Paare auswärts kirchlich geheiratet habe) Das Standesamt Wilhermsdorf teilt mit, daß bis zum Ende des Jahres voraussichtlich 24 Paare den Weg zum Standesamt gefunden haben werden, um sich ihr Ja-Wort zu geben!

Wie kommt es, daß so viele Paare auf die kirchliche Hochzeit verzichten?

Liegt es daran, daß die kirchliche Hochzeit vielen zu teuer geworden ist? Nicht, weil die Kirche so hohe Gebühren erheben würde – ich glaube, die Kirche ist mit etwa 100 EURO noch das Billigste am ganzen Fest. Aber viele Hochzeiten kosten inzwischen wirklich sehr viel Geld – vom Brautkleid angefangen bis zur Bewirtung von 100 bis 200 Gästen zuzüglich des Polterabends. Da sind schnell 10.000 bis 20.000 EURO zu bezahlen! Bei der standesamtlichen Trauung, so scheint es, muß man nicht so viele Rücksichten nehmen und kann dadurch eine Menge Geld sparen.

Andere stammen aus gescheiterten Beziehungen oder haben eine Trennung selber erlebt. Immerhin weist die Statistik eine Scheidungsrate von 50 % im Landkreis Fürth aus. Vielleicht ist auch diese Erfahrung ein Grund für den erheblichen Rückgang kirchlicher Trauungen. Man traut sich einfach nicht mehr - im doppelten Sinn des Wortes. Die Ehe wird mehr und mehr als eine Bindung auf Zeit gesehen. Man spricht ironisch vom "Lebensabschnittsgefährten". Etliche Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens führen uns die "Normalität" solcher befristeter Beziehungen vor. Man bekommt ein nüchternes Verhältnis zur Ehe und begnügt sich - wenn überhaupt - mit dem rechtlichen Akt der standesamtlichen Hochzeit.

Schließlich habe ich das Gefühl, daß die geistliche Dimension einer Ehe aus dem Blick geraten ist. Auch wenn wir im Gegensatz zur Katholischen Kirche die Ehe nicht als Sakrament sehen können, so betrachten wir sie doch als eine gute Gabe Gottes, in der Gott uns einander anvertraut. Wir sollen einander helfen. Miteinander die Schöpfung bewahren. Kinder bekommen, eine Familie gründen. Das Leben in christlicher Gemeinschaft üben. So kann man den biblischen Texten entnehmen, die bei der Trauung gelesen werden.

Pragmatische Gründe scheinen sich in den Vordergrund zu drängen und den Sinn einer kirchlichen Trauung zu überlagern: "Wir wollen eine Familie gründen, wir wollen ein Haus bauen, wir wollen Steuern sparen, wir wollen endlich Nägel mit Köpfen machen", so heißt es dann als Begründung dafür, daß man heiratet. Dazu braucht man die Kirche nicht.

Die Kirche braucht man tatsächlich "nur", wenn man seine Beziehung als ein Gottesgeschenk betrachten kann. Wenn man die Liebe, die man füreinander empfindet, als etwas Besonderes sehen kann, das Gott gegeben hat und das Gott auch bewahren möchte, in dem sich seine Liebe zu uns widerspiegelt. Mit einem Wort: Wenn man die Hochzeit als einen Anlaß betrachten kann, Gott für das Geschenk der Liebe zu danken, und seine Beziehung unter Gottes Segen stellen möchte, dann wird man auch die Kirche zur Hochzeit aufsuchen. Ich würde mich freuen, wenn dieser Gedanke wieder mehr in den Blick käme. Es sollte keine Kostenfrage sein. Es sollte ein Herzenswunsch sein!

Ihr Pfarrer

Andreas Kleefeld

 

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